Fohlenlähme

Die Fohlenlähme ist eine Infektionskrankheit, die bei neugeborenen und sehr jungen Fohlen bis zu einem Alter von vier Wochen auftritt. Es handelt sich um eine generalisierte Erkrankung, d.h. der gesamte Körper ist von der Infektion betroffen.

Daher ist der Begriff Fohlen- Septikämie zutreffender als die umgangssprachliche Bezeichnung Fohlenlähme. Die Erkrankung verursacht die meisten Todesfälle bei jungen Fohlen.


Ursachen

Die Fohlenseptikämie wird durch eine Infektion mit  Bakterien verursacht. Dabei können verschiedene Bakterienarten die Erkrankung auslösen. Häufig findet man Streptokokken, Staphylokokken und E. coli, aber auch viele andere Bakterienarten können zur Fohlenseptikämie führen. Fohlen werden mit einem unreifen Immunsystem geboren und sind nur sehr eingeschränkt in der Lage, Krankheitskeime zu bekämpfen. Über die erste Milch, das Kolostrum, erhalten die Fohlen Antikörper der Mutter, die sie übergangsweise vor Erregern schützen sollen.

Es gibt verschiedene Wege, über die sich ein Fohlen mit den Bakterien infizieren kann, die unter Ansteckung näher erläutert werden.

Nach dem Eintritt der Bakterien in den Körper des Fohlens breiten sich die Bakterien über das Blut aus. Sie können sich in nahezu allen Organen festsetzten und dort zu Krankheitserscheinungen führen. Besonders häufig werden AtemwegeDarm und Gelenke befallen.

Verschiedene Faktoren begünstigen den Ausbruch der Erkrankung:

  • Faktoren von Seiten des Fohlens: mangelhafte Kolostrumaufnahme, Frühgeburt, Geburtskomplikationen, Nabelerkrankungen, andere Erkrankungen wie z.B. Fehlanpassungssyndrom
  • Faktoren von Seiten der Mutter: Mangelhafte Kolostrumqualität, Geburtskomplikationen, Infektion des Geburtsweges, Stress, andere Erkrankungen
  • Sonstige Faktoren: mangelhafte Stall- und Geburtshygiene, nass-kalte Witterung

 

Ansteckung

Das Fohlen kann sich zu verschiedenen Zeitpunkten mit den Bakterien infizieren:

  •  Vor der Geburt: Vor der Geburt sind zwei Infektionswege möglich:  
    • Hämatogene Infektion: Die Bakterien können vom mütterlichen Blut über die Plazenta und die Nabenschnur in den Blutkreislauf des Fohlens gelangen.
    • Aufsteigende Infektion: Dabei „steigen“ die Bakterien von außen über die Scheide und den Muttermund in die Gebärmutter „auf“ und gelangen über die Eihäute zum Fohlen. In diesen Fällen hat die Stute häufig Anzeichen einer Scheidenentzündung, die sich in Scheidenausfluss äußern kann.
  •  Während der Geburt: Beim Durchtritt durch einen stark mit Bakterien besiedelten Geburtsweg kann das Fohlen über die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen mit den Bakterien infiziert werden. Auch in diesen Fällen hat die Stute häufig eine Scheidenentzündung mit Scheidenausfluss.
  •  Nach der Geburt: Bakterien aus der Umgebung gelangen über den Nabel und die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase in den Körper des Fohlens.  



weiterlesen »
Artikel von:

Aus der Hunde-Welt


Wie auch wir Menschen, können auch Hunde allergisch auf bestimmte Inhalte im Futter allergisch reagieren. Wie Allergien am besten erkennt, sie vermeidet und welche...

Aus der Katzen-Welt


Eine Infektion mit dem Felinen Leukämievirus (FeLV) führt zu einer allgemeinem Immunschwäche und zur Tumorbildung. FeLV wird häufig auch als Leukose bezeichnet.

Aus der Kleintier-Welt


Als Erreger viraler Durchfallerkrankungen sind bei jungen Kaninchen vor allem Rota- und Corona-Viren von Bedeutung.

Video Mediathek

Devider

Tier-News


Autofahren mit Hund: Hunde im Auto sicher transportieren


Wenn Hundehalter ihre Hunde im Auto transportieren möchten, müssen diese unbedingt auf ein paar wichtige Punkte acht geben, damit sowohl der Mensch als auch der Hund sicher am Ziel ankommen. Da Hunde Rudeltiere sind, fühlen sie sich in Gegenwart ihrer Bezugspersonen am wohlsten. Es ist also nichts dagegen einzuwenden, den besten Freund des Menschen auf […] Der Beitrag Autofahren mit Hund: Hunde im Auto sicher transportieren erschien zuerst auf Planet Hund.


Welpen an eine Hundebox gewöhnen


Bei einem Welpen kannst Du jederzeit davon ausgehen, dass er praktisch alles als Kauspielzeug ansieht und es ganz in Ordnung findet, sich auf dem guten Perserteppich zu lösen. Da nicht in jedem Haushalt ein hundesicherer Raum vorhanden ist, ist es durchaus sinnvoll, einen Welpen an einen vorübergehenden Aufenthalt in einer Box zu gewöhnen. Und eine […] Der Beitrag Welpen an eine Hundebox gewöhnen erschien zuerst auf Planet Hund.


Rückrufsignal bei Hunden neu aufbauen


Oftmals haben einige Hunde schon viele Erziehungsversuche hinter sich. Die dabei gemachten Erfahrungen, können es Hunden erschweren, Reaktion auf übliche Signale wie „Sitz“, „Platz“, „Komm“, „Aus“ wieder herzustellen oder zu verbessern. Was gilt es also zu beachten um das Rückrufsignal bei deinem Hund neu aufbauen? Es wirkt sich sehr nachteilig aus, wenn das Signal sehr […] Der Beitrag Rückrufsignal bei Hunden neu aufbauen erschien zuerst auf Planet Hund.


Labrador die richtige Wahl?


Hallo Ihr Lieben, nachdem ich bereits viele Jahre (seit meiner Jugend) dem Wunsch nach einem Hund nicht nachgehen konnte, plane ich nun endlich die Umsetzung. Gesucht wird ein mittelgroßer bis großer Hund der mit Wohnungshaltung klar kommt. Eine der wenigen Rassen über die ich mit diesen Anforderungen gestolpert bin ist der Labrador. Ich bin ein großer Fan schwarzer Labradore aber möchte doch zumindest hören ob ihr meine Lebensumstände als angemessen anseht und/oder ihr eventuell andere Rassen vorschlagen würdet. ...


Ochsenziemer bei Labrador Welpen


Hallo Also ich bin neu hier im Forum, wir haben einen Labrador Welpen der ist 16 Wochen alt. Buddy ist tagsüber draußen und ab ca 19 Uhr im Haus. Wir wohnen im ersten Stock und tragen ihn noch die Treppe hoch und runter. Uns wurde gesagt das sollten wir so lange machen wie wir es können. Meine Frage ist nun aber, ich habe ihnen einen ochsenziemer heute gegeben da hat er sich eine Weile mit beschäftigt, aber dann dreiviertel runtergeschluckt. Dieser war so ca 12 cm lang. ...


Verzweifelt gesucht Hundesitter für Verpaarung in Berlin Uml


Ha...

Eine Auswahl unserer Partner